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Fliegenstrick am Fuß. Coole Sache. Mit einem echten Fliegenstrick am Fuß fällt das Tore schießen leicht. Und erst die Farben! Wow! Neonorange – das hat sich die Fußballwelt schon immer gewünscht. Man fragt sich, wie ein Mensch mit schwarzem Leder am Fuß jemals das Tor hat treffen können. Jetzt, wo man weiß, dass ein Dribbler anderes Schuhwerk braucht als ein „schneller, dynamischer Spieler“ (hört genau hin, ihr Dribbler!). Das hab’ ich bei Nike gelernt. Die neue Technologie des Nike Mercurial Superfly mit Flyknit Technoloigie ist für die ganz Schnellen, die mit „verbessertem Ballgefühl ihre Aktionen bei hoher Geschwindigkeit“ noch toller ausführen können. Dank der „neuen Dreistich-Webstruktur“ ist jetzt weniger Material zwischen Fuß und Ball. Ich kann mich nur wiederholen: Wow! Wer jemals selbst gestrickt hat, ahnt, wie viele Maschen die Tüftler von Nike haben fallen lassen müssen, um das passende Schuhsöckchen um den Fußballerknöchel zu stricken. Dem Dribbler und Spielmacher empfiehlt Nike das Modell Magista, ebenfalls mit angestricktem Socken und einer „rotierenden Traktion durch die Anordnung der Stollen im Nike Pebax Nylon Sohlensystem“. So ein Schuh muss einfach neonorange sein und wer damit keine Tore schießt, ist selbst schuld. Dagegen sehen die „Puma Tricks“ in hellblau/rosa Paarung nahezu dämlich aus. Noch schlimmer, wenn der Torwart sie mit den passenden Gegenstücken an den Händen kombiniert (Neuer war’s neulich, beim Freundschaftsspiel, oder?). Schließlich handelt es sich hier nur um modische Ferz, wie der Frankfurter sagt. Gestern war übrigens bei vielen Spielern der Adidas Battle Pack angesagt – der mit den bunten Flecken drauf (verschiedene Varianten je nach Spielertyp, versteht sich) – der Name ist Programm, wie man dem „körperbetonten“ Spiel ansehen konnte. Dagegen ist mir die Strickversion „Samba Primeknit“ von Adidas noch nicht auf dem Spielfeld aufgefallen – das ist Maschenware total ums sensible Kickerfüßchen – oder, wie der Hersteller sagt, ein „Fußballschuh-Socken-Hybrid“. Welchen Schuh trug eigentlich Robben, als er am Spielfeldrand stundenlang an seinem Schleifchen nestelte? Vielleicht sollten die Hersteller berücksichtigen, dass sie es mit der Generation Klettverschluss zu tun haben. Zu guter Letzt bleibt nur noch die Frage offen, wie bei so viel Hightech-Ausstattung ein Spiel wie Brasilien gegen Mexiko torlos ausgehen konnte.

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Schrottsocke
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Die Beantwortung dieser Frage kann über die überlegene Torwart-Technologie gehen. Tagesspiegel/11Freunde nennen Guillermo Ochoa heute „Ballmagnet“ und der hat auf jeden Fall die Magneto-Handschuhe angehabt. Vielleicht lag es auch an der schicken Farbkombination knallblau-magenta. Praktisch neon. Das schimmert so in der Hitze, dass man gleich zehn Zentimeter größer und breiter wirkt. Egal warum, er schien er für die Brasilianer wie der Baum für den Mountainbiker bei der Abfahrt. Nicht auf den Baum, nicht auf den Baum, nicht auf den … und dann kann man nicht anders, man trifft genau den Baum. Neymar Jr. & Co. konnten einfach nicht dran vorbei,… Weiterlesen »