[avatar user=“Wahnsinn“ size=“thumbnail“ align=“left“]Zwei Fußballnationen haben gestern im Freundschaftsspiel gegeneinander gekickt: England gegen Deutschland. Erstaunlich, dass die von England kritisierte „B-Mannschaft“ doch ein relativ entspanntes 1 zu 0 erreicht hat, nicht ganz ohne Atemstocken auf beiden Seiten, denn Torchancen hat es einige gegeben. Auch wenn das Spiel in der ersten Halbzeit kein Weltmeisterfußball war, hat es sich in der zweiten Halbzeit zu einem ganz flotten Kick entwickelt. England hatte zwei gute Spieler: Der Torwart und Tonwsend, der immer wieder versucht hat, den Ball ins deutsche Tor zu schießen. Auf deutscher Seite hat sich Per Mertesacker sicher sehr gefreut,  das Tor im traditionsreichen Wembley-Stadion zu machen, England kann sich damit trösten, dass der deutsche Torschütze wenigstens in einer englischen Mannschaft spielt!

Wow, die verflixte 8 ist geknackt!

[avatar user=“Wahnsinn“ size=“thumbnail“ align=“left“]Was für ein Spiel! Schürrrrrleee mit Hattrick, eine Super Leistung! Abgepfiffen hätte ich den Schiri. Der war ja fast schon gekauft. Fehlentscheidungen und steht noch im Weg rum, wenn er nicht gebraucht wird. Neuer wird mir langsam zu selbstsicher, was seine Ausflüge aus dem Tor betrifft. Dafür hats ja später buchstäblich eins auf die Nase gegeben. Die Schweden haben aber auch ganz schön zäh das Spiel gestört. Das war wirklich spannende Unterhaltung!

Wir sind drin

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75 Prozent Ballbesitz, das ist in diesem Fall zwar nicht nur der Weltklasse geschuldet, sondern der gegnerischen Mannschaft. Die Iren haben zwar gut gestört, aber als Gegner sollten sie für die Deutschen kein Problem sein. Und waren es auch nicht. Aber die Deutschen haben hohes Tempo gespielt und kraftvoll gewonnen. Schweden wird ein schönes Länderspiel werden. Brasilien kann kommen! Continue reading

Es is´ einfach gut, das Ernährungsbuch von Nationalteam-Koch Holger Stromberg!

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Aus einre Gastronomenfamilie stammt Holger Stromberg ab und es war sicher nicht seine Idee, dass unsere Jungs für einen süßen, energiereichen Schokoladenaufstrich geworben haben. Nein, seine Küche geht ganz andere Wege, denn sein Kredo ist: frische Zutaten, einfache Rezepte und saisonale Produkte verwenden. Denn selbst Bio sei nachgewiesener Maßen nicht gesünder oder hochwertiger als Produkte, die von der regionalen Landwirtschaft hergestellt würden. Bevor er also in die Rezepte einsteigt, gibt’s erstmal gut 50 Seiten zu gesunder Ernährung, zu Gewürzen, zur Küchenausstattung, also so ganz praktisch Richtung „Man nehme einen sauberen Topf“ Nicht schlecht, wenn ein Meisterkoch ganz pragmatische Tipps gibt, was man braucht und warum und was eben nicht. Die Rezepte sind gut überschaubar und leicht nach zu vollziehen. Zu jedem Rezept gibt’s ein Bild. Zugegeben, Rezepte wie zum Beispiel Spiegelei mit Curry und Wurzelgemüse sind natürlich nicht das, was jeder so gleich als Kreativküche vermuten würde. Aber als Profikoch ist das Tellergericht preisverdächtig schön angerichtet auf dem Foto. Und es sind unterm Strich diese ganz einfachen Zutaten, die bestechen! Wurzelgemüse, Ei, Currypulver und schwarzer Pfeffer. Kaum zu glauben, dass so coole Jungs wie unsere Nationalspieler richtig ins Schwärmen kommen, wenn sie über Holger Strombergs Küche sprechen. Diese Zitate, ebenso wie Anmerkungen des Kochs, die immer wieder den Fokus des einen oder anderen Rezepts auf die Philosphie und Ernährungsinformationen dahinter richten, machen das Buch zu einer unterhaltsamen Lektüre. Auch ohne, dass man gleich in die Küche rennen muss zum Nachkochen. Für Fußballfans sei noch gesagt, dass Cotrainer Hansi Flick das Vorwort geschrieben hat und auch der große Meister der Kicker selbst, Nationaltrainer Jogi Löw, zu Wort kommt. Wer, wenn nicht er, wüsste um die wichtige Funktion eines guten „Treibstoffs“ für seine Kicker. So steht sein Kommentar auch unter der Überschrift: „Ein Formel-1-Wagen fährt nicht mit Diesel…“ Eine ganze Seite ist dem Kommentar des Nationalcoaches gewidmet.

Schön an diesem Kochbuch ist, dass die Wertigkeit von den Rezepten und der dahinter steckenden Idee bunt gewürfelt daher kommt. Da gibt´s zum Beispiel seitenweise Infos über Kräuter, garniert mit Rezepten wie Gegrillte Radicicchio Trevisano oder Pastinakensuppe. Hier hat ein Meister ganz bodenständige Wurzeln mit viel Kreativität kombiniert. Ein richtig schönes Kochbuch mit dem gewissen Etwas. Wenn demnächst wieder ein Tor für Deutschland fällt, wissen wir alle, wer mit dafür verantwortlich ist.

Holger Strombergs Buch „Iss einfach gut“ ist im systemed Verlag erschienen und kostet 18,99 €

Buchtipp: „Der 12. Mann ist eine Frau“ von Wiebke Porombka

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Für alle Frauen, die sich schon vor dem Hype um die WM 2006 in Deutschland für Fußball interessiert haben, hat Wiebke Porombka, Jahrgang 77, ein kurzweiliges und sehr unterhaltsames Buch geschrieben. Es geht ihr wie uns Macherinnen dieser Seite: Sportstudio gucken war unter Männreherrschaft nicht immer leicht. Quatschte sie blöd, setztes es was vom größeren Bruder. Umso mehr weiß sie als Frau und Werder Bremen Fan später dann, nach harter Schule, in Klamottenfragen sehr stilsicher aufzutreten. Dabei betont sie als erstes, das Fußball nicht Fastnacht ist. Deshalb lehnt sie jede Form blödelnder Kopfbedeckungen oder affiger Gadgets kategorisch ab. Dagegen hat sie, sophisticated wie sie ist, zwar den obligatorischen grün-weißen Werderschal im Stadion immer an, einmal als Accessoire, dann auch zum Wedeln, Schleudern etc., je nach Spielstand. Aber die nicht in Werderfarbene grüne Lederjacke, die sie auch so mag, wird trotzdem zum Spiel angezogen. Denn Fan sein heißt, die Sympathie zur Mannschaft  in den Sachen zu zeigen, in denen Fan sich sowieso wohl fühlt und mag, meint sie. Auch gibt sie total undogmatisch und nicht wirklich politisch korrekt zu, dass sie es zwar mit dem Frauenfußball probiert hat, als Fan. Aber da ein Stadion mit nur 2.000 Besuchern einfach nicht das Hämmern im Bauch und Solarplexus auslöst, das ein Antreiber mit Trommel bei vollem Stadion schafft (in der Regel findet das bei Spielen mit männlichen Kickern statt), hat sies schnell aufgesteckt. Sie findet aber auch, dass es blöd ist, wenn Männer mit lauen Argumenten für den Frauenfußball sprechen, nur um  Emanzipationspunkte zu sammeln. Ebenso wenig mag sie aber Weibchengetue beim gemeinsamen Fußballgucken z.B. in der Kneipe, wenn sich Frauen absichtlich doof stellen, nur um ein Clichee zu bedienen.  Ja, solch erniedrigenden Momente gibt es im Leben einer Frau! Dann lieber zugeben, dass Fußball nicht interessiert und solche Fan-Locations meiden –  die die Autorin übrigens eh nicht mag, gerade weil es oft zum Fremdschämen kommt, wegen peinlicher Kommentare der MitzuschauerInnen. Kurzum: Wiebke Porombkas Buch ist ein echtes Muss für jeden „Frauen“ Bücheschrank, wenn „sie“ sich wirklich für Fußball interessiert, und das funktioniert auch, wenn „sie“ nicht jeden Fachbegriff versteht. Denn es geht hier nicht nur um Fußball, sondern um das Ausleben einer Überzeugung, in diesem Fall in grün-weiß! Ich jedenfalls fühle mich sehr gut aufgehoben mit diesem Buch, habs mit viel Gelächter und Schmunzeln gelesen und finde es, was die Schnittmenge Fan anbetrifft, auch für Männer sehr geeignet. „Der zwölfte Mann ist eine Frau“  ist im Berlin-Verlag erschienen, ist ein Paperback, dass sich in null komma nix liest und nur 14.99 Euro kostet!

Jägermeister

[avatar user=“Wahnsinn“ size=“thumbnail“ align=“left“]Heute vor 40 Jahren hat die Brust der Fußballer ihre Unschuld verloren. Denn damals startete Eintracht Braunschweig den ersten Versuch, ein Firmenlogo auf ein Bundesliga Trikot zu bringen. Es war der Jägermeister Hirsch, erstmals im Bild zu sehen beim Spiel gegen Schalke 04. Und weil ja Trikotwerbung damals noch verboten war, machte der Verein daraus einfach sein Wappen. Die Idee für die Werbung hatte der 2011 verstorbene Günter Mast, Likörhersteller aus Wolfenbüttel. Als der DFB den versteckten Werbetrick entdeckte, sollte das Wappentier verboten werden. Später wurde dann Werbung doch erlaubt, und so sind heute zweistellige Millionenbeträge für die Vereine drin, wenn der Sponsor auf der Brust prangt. Damals gabs schlappe 200.000 D-Mark für Eintracht Braunschweig. Zehn Jahre später wurde Günter Mast selbst Präsident des Vereins, scheiterte aber mit dem Versuch, ihn in „Jägermeister Braunschweig“ umzubenennen.

Stützstrumpfhose

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Okay, es soll ja Zeiten gegeben haben, als die Winter noch hart waren, in denen auch Fußballspieler Strumpfhosen getragen haben. Dann kam die Radlerhose drunter, aber auch dieser Trend scheint vorbei zu sein. Aktuell hat Arjen Robben das lange Beinkleid unter der Fußball-Shorts wieder eingeführt. Ganz amüsant, wie ich finde, dass gerade er, der sich in seiner gesamten Körpersprache als harter Kämfper, Macher und echter Kerl gibt, demonstriert, dass ihm kalt ist. (Ihm ganz allein, und das, obwohl er so viel rumrennt und auch sonst nicht mit extrovertierter Gestik und Mimik geizt?!) Vielleicht stützt die farblich mit dem Trikot stets abgestimmte Strumpfhose (mal rot, mal weiß) seine Moral in der Truppe? Oder seine Präsenz im Team ganz allgemein? Ich würde zu gerne mal Mäuschen spielen, wenn Robben sich die fein gewebten Teile in der Kabine elegant über die strammen Waden zieht. Oder erst Strumpfhose ausziehen! Wählt er eher die elegante Technik, die Strumpfhosenbeine langsam und einzeln Bein für Bein runter zu rollen oder die schnelle Variante: runterziehen, dann aussteigen, notfalls Strumpfhose von links wieder nach rechts drehen? Was würde das wohl über das Wesen dieses Spielers verraten?