EM Qual-i: Deutschland – Irland

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Also jetzt wirds ernst. Schließlich wollen die Wortgirls einen Betriebsausflug nach Frankreich machen, ist schon fest eingeplant, quasi gebucht! Also los jetzt, Müller vor, noch ein Tor!

Das Warten hat ein Ende

Einer der vielen Vorteile einer Zweitligaverein-Anhängerschaft ist der frühe Start in die Saison. Na ja, okay, so richtig Saison ist noch nicht, aber immerhin das letzte Testspiel des 1. FC Union gegen Sevilla, bei brutalen Temperaturen und einer halb gefüllten Försterei.

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Da die Wuhleseite anscheinend gar nicht verkauft worden war und auch der Gästebereich leer blieb, ergab sich doch ein Gefühl angenehmer Nähe und laut genug wurde es auch. Das Spiel? Na ja. Ich befand mich noch ein wenig in Schockstarre ob der Nachricht, dass Torsten Mattuschka die Kapitänsbinde verloren hat – die lag jetzt um den Arm des sehr viel braveren Damir Kreilach, den das vielleicht hoffentlich wenigstens motiviert, seine Deutschkenntnisse upzudaten. Tusche jedenfalls übernahm es, den unterirdischen Schiri lautstark zusammenzufalten, als der fast 5 Minuten lang den kurz mal an der Seitenlinie behandelten Trimmel nicht zurück ins Spiel ließ. Wer weiß, vielleicht hatte dem jungen Mann noch keiner gesagt, dass man dafür nicht auf eine Spielunterbrechung warten muss?

Das Spiel also. Die erste Halbzeit vergessbar, erst nach der Pause kam ein wenig Tempo auf. Die Spanier hatten wohl den besseren Pausentee und Union zog mit. Dennoch insgesamt eher langsam; die Sevillaner sind immerhin noch Monate von ihrer Saison entfernt und entsprechend schwerfällig. Allerdings ballsicher und wenn sich eine Chance Richtung Unionen Tor ergab dann doch überraschend schnell. Union muss sich definitiv noch finden und auch spritziger werden, denn die Saison startet schon kommenden Sonntag gegen Karlsruhe. Die 3/5er Abwerkette funktionierte in der Verteidigung gut, aber das Umschalten nach vorne – oha. Das scheint ja doch schwieriger zu sein.

Tusche als hängende Spitze war extrem bemüht und hatte ein paar schöne Freistöße, aber er ist doch leider sichtbar schwerfälliger als der Rest der Mannschaft. Das wird schwer für ihn, wenn Brandy von seiner Verletzung zurückkommt. Skrzybski als einziger Stürmer rannte hin und her und bekam kaum einmal einen Ball. Für das erste Tor sorgte dann ein Mann, dessen Nachname den wenigsten Fans schon bekannt genug war, um ihn bei der Mannschaftsaufstellung  zu vervollständigen. So klang es eher nach „Bajram – murmelmurmelahemmurmel – Fußballgott“! Ein bisschen peinlich war das schon, aber es dürfte sich bald ändern, denn der Mann ist schnell, groß, und entschlossen. Und heißt Nebihi.

Für den Rest gilt, bemüht, aber noch viel zu brav. Raum für Verbesserungen gibt es reichlich. Endergebnis 2:1.

Trophäe

Erster von hinten: Unser Flop-Tipper Haller in seinen neuen Brasil-Flip-Flops und an seiner Seite Flummipower, unser Junior-Sieger! Wir gratulieren ganz herzlich unserem Gesamtsieger auchguude, auf dich wartet unser WM-Pokal, garniert mit original-WM-Rasen. Herzlichen Glückwunsch!

WM-PokalUnd da das nicht alles sein kann, freuen wir uns, auchguude in unserer Mannschaft begrüßen zu dürfen. Wir schätzen Größe XL und ordern umgehend Dein Trikot:

ToptippervorneToptipperhinten

In der Kategorie „Jugend“ bis 14 Jahre freut sich Flummipower über seinen Pokal – 600 Gramm Schokolade sind ab heute Dein. Herzlichen Glückwunsch zu deinem hervorragenden 2. Platz in der Gesamtwertung.

WM-Jugend

Auch der erste von hinten freut sich. Unser „Floptipper“ Haller darf ein Paar echte brasilianische chinelas – hierzulande besser bekannt als Flip-Flops – ab heute sein eigen nennen. Mögen sie ihn immer an das WM-Tippspiel 2014 erinnern.

Last but not least möchten wir unseren jüngsten Tipper TM13 zu seinem hervorragenden 11. Platz gratulieren und ihm zur Erinnerung an diese WM mit echtem Flummipower beglücken:

 

Deutschland – Argentinien

1954 – 1974 – 1990:

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Brasilien – Niederlande

Das Spiel, das keiner spielen mag. Unsere Tipps für den dritten Platz:

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Misstrauensvotum

Meine Sympathien für den holländischen Fußball halten sich gemeinhin in Grenzen, aber gestern trotzte ich meiner bleiernen Müdigkeit immerhin so lange, um noch das Post-Match Interview mit dem niederländischen Torwart mitzubekommen, und der tat mir richtig, richtig Leid. Noch leider als die weinenden Brasilianer am Tag zuvor. Die wurden nach dem Spiel von ihren Gegnern liebevoll umarmt und waren immerhin Zeugen eines historischen Ereignisses. Letzteres wird sie kaum trösten, aber besser doch mitten in einer handfesten Katastrophe zu stehen als so ganz unspektakulär das Vertrauen entzogen zu bekommen und dann die Pleite auch noch selber ausbaden zu müssen.

Was war geschehen? Im Spiel zuvor entmachtete Louis van Gaal seinen Stammtorwart Jasper Cillessen und wechselte ohne dessen Wissen oder Einverständnis den angeblichen Elfmeterkiller und professionellen Unsympathen Tim Krul ein. Ein Trick, der in jenem Spiel funktionierte, jedoch nicht zweimal nacheinander anzuwenden ist. Hat wohl nicht mit einem weiteren Shootout gerechnet, der van Gaal. Gegen Argentinien musste er wohl oder übel Cillessen drin lassen. Eben noch der Torwart, der keinen Elfmeter halten kann, jetzt auf einmal derjenige, der den Einzug ins WM-Finale klarmachen soll.

Es kam, wie es kommen musste. Seine Kollegen verschossen ihre Chancen und Cillessen konnte nur mit versteinertem Gesicht realisieren, dass er nicht im Endspiel steht. Und er steht nicht nur nicht im Endspiel, er stand gestern ganz allein da. Nicht vor dem Elfmeterschießen – da kreiste dieser Krul um ihm herum wie ein Geier, machte andauernd Anstalten, als wolle er sich selbst einwechseln, und hatte ansonsten offensichtlich nichts produktives zur Situation beizutragen. Im Gegenteil – meine Mitguckerin konstatierte eine graue Wolke, die um ihn herumschwebte, und mit der er seinen vermeintlichen Kameraden quasi einhüllte. Das könnte ja nichts werden, meinte sie. Und sie behielt Recht. Und nach dem Elfmeterschießen hat niemand Cillessen in den Arm genommen und getröstet und gesagt, weißt du was, Jasper, nachher in der Kabine hauen wir zusammen dem van Gaal, diesem Missachter sportlichen Anstands, eine rein und stecken den Krul kopfüber in die Eistonne.

Bitte tippen!

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Oh, ich bin ko.

Das Spiel gestern war so ermüdend. Hoffe, die Niederländer berappeln sich bis Samstag. Ob die Brasis da wieder das Neymar-Trikot zur Hymne tragen? Peinlich, peinlich. Fehlte nur noch der kollektive Trauerflor – als wär‘ er schon gestorben. Gestern war ja auffällig, dass kaum ein gelbes Shirt auf den Tribünen zu sehen war. Wir dürfen gespannt sein, wie die Atmosphäre am Samstag im Stadion ist. Für Sonntag hoffe ich, dass die Brasis zu unserer Mannschaft halten.

Ihr könnt jetzt ein letztes Mal eure Tipps abgeben. Am Montag nach dem Finale lüften wir dann das Geheimnis um unsere TopTipper-Trophäe! (Ganz vielleicht sogar schon in der Nacht).

Der direkte Link zum Tippspiel: http://www.das-aktuelle-wort-studio.de/wm-2014-tippspiel/

Niederlande – Argentinien

Holland vor! Die historische Chance naht: Heute kann Flummipower mit auchguude gleichziehen wenn, ja, wenn die Niederlande siegen! Bei einem 2 : 0 hätten wir gar einen neuen Spitzenreiter!

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Kaninchen vor der Schlange

Das mit dem Denken nach einem solchen Abend ist so eine Sache. Fußballfreund Richard schüttelt wahrscheinlich immer noch langsam die Locken und murmelt etwas von „historisch“ und „das werdet ihr noch euren Enkeln erzählen.“ Da wird er wohl recht behalten. Ich konnte kaum Wiederholung von Livebild unterscheiden und musste zwischendurch noch auf Verlangen die Achtjährige kneifen, ob sie schon schläft, während der Fünfjährige wie ein Flummi durchs Wohnzimmer dotzte.

Aber was war da eigentlich passiert? Definitiv war das kein Problem des brasilianischen Angriffs, auch wenn da nur ein Törchen zu Buche steht. Neymar hin oder her, ein paar Angreifer haben die Brasilianer ja trotzdem. Erschreckend war die brasilianische Verteidigung, die durch Thiagos Abwesenheit natürlich wesentlich geschwächt ins Spiel gingen, aber sie hatte noch ein viel größeres Problem: Die Angst vorm Verlieren. Stümperhafte Fehler, Ballverluste en masse knapp vor dem Sechzehner, den Brasilianern stand die Panik quasi ins Gesicht geschrieben. Vor lauter „ohgottohgott, was ist, wenn wir das Ding hier verlieren“ vergaßen sie komplett, dass es beim Fußball darum geht, sich den Ball zu schnappen und ins gegnerische Tor zu befördern. Kroos sagte es nach dem Spiel, sie wirkten von Anfang an verunsichert (schon wie sie sich bei der Nationalhymne an Neymars Trikot klammerten hatte etwas zittriges) und da dachten sich die Deutschen wohl, nutzen wir das mal aus. Und sie gingen auch nach dem 5:0 nicht gnadenlos nach vorn – die Brasilianer luden sie einfach dazu ein, noch eins und noch eins zu machen.

Historisch indeed. Den Kollateralschaden – abgedotzter Schneidezahn nach schlecht gezieltem Bierflaschenansatz – lasse ich heute noch richten und dann sehen wir uns Sonntag wieder!