Die Bayern – zum dritten

Nein, als Eintracht Frankfurt- Fan kann ich mich einfach nicht mit Jupp Heynckes freuen, geht nicht, tut mir leid. Respekt für die Mannschaft und die Trainerleistung, ja, das geht. Respekt auch für die Stuttgarter, die es zum Schluss doch noch mal spannend gemacht haben.
Power, was sagst du? Zumindest ein Wortgirl muss doch heute aus dem Häuschen sein!

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Die Bayern

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Jetzt haben sie es also endlich geschafft. Ausgerechnet Robben trifft kurz vor Schluss doch noch das Tor. Die Bayern sind zur Zeit einfach unschlagbar. Das DFB-Pokale ist da nur noch das Give-Away. Und vielleicht ist es das, was mich so unangenehm berührt. Während es für das Gros der Mannschaften der Gipfel ist, nach Berlin fahren zu dürfen, kann ein Heynckes sagen, das Ergebnis des nächsten Spiels wäre jetzt nicht mehr so wichtig. Hat er aus seiner Perspektive betrachtet ja auch recht. Aber diese Haltung muss man doch nicht öffentlich kund tun, oder?

Das Spiel war jedenfalls toll. Keine Sekunde langweilig. Und wenn Klopp hinterher sagt, er sei froh, dass sie mit den Bayern mithalten konnten, dann glaube ich ihm das sogar. Es waren ebenbürtige Gegner – und es hat Spaß gemacht, ihnen zuzuschauen.

Buchtipp: „Der 12. Mann ist eine Frau“ von Wiebke Porombka

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Für alle Frauen, die sich schon vor dem Hype um die WM 2006 in Deutschland für Fußball interessiert haben, hat Wiebke Porombka, Jahrgang 77, ein kurzweiliges und sehr unterhaltsames Buch geschrieben. Es geht ihr wie uns Macherinnen dieser Seite: Sportstudio gucken war unter Männreherrschaft nicht immer leicht. Quatschte sie blöd, setztes es was vom größeren Bruder. Umso mehr weiß sie als Frau und Werder Bremen Fan später dann, nach harter Schule, in Klamottenfragen sehr stilsicher aufzutreten. Dabei betont sie als erstes, das Fußball nicht Fastnacht ist. Deshalb lehnt sie jede Form blödelnder Kopfbedeckungen oder affiger Gadgets kategorisch ab. Dagegen hat sie, sophisticated wie sie ist, zwar den obligatorischen grün-weißen Werderschal im Stadion immer an, einmal als Accessoire, dann auch zum Wedeln, Schleudern etc., je nach Spielstand. Aber die nicht in Werderfarbene grüne Lederjacke, die sie auch so mag, wird trotzdem zum Spiel angezogen. Denn Fan sein heißt, die Sympathie zur Mannschaft  in den Sachen zu zeigen, in denen Fan sich sowieso wohl fühlt und mag, meint sie. Auch gibt sie total undogmatisch und nicht wirklich politisch korrekt zu, dass sie es zwar mit dem Frauenfußball probiert hat, als Fan. Aber da ein Stadion mit nur 2.000 Besuchern einfach nicht das Hämmern im Bauch und Solarplexus auslöst, das ein Antreiber mit Trommel bei vollem Stadion schafft (in der Regel findet das bei Spielen mit männlichen Kickern statt), hat sies schnell aufgesteckt. Sie findet aber auch, dass es blöd ist, wenn Männer mit lauen Argumenten für den Frauenfußball sprechen, nur um  Emanzipationspunkte zu sammeln. Ebenso wenig mag sie aber Weibchengetue beim gemeinsamen Fußballgucken z.B. in der Kneipe, wenn sich Frauen absichtlich doof stellen, nur um ein Clichee zu bedienen.  Ja, solch erniedrigenden Momente gibt es im Leben einer Frau! Dann lieber zugeben, dass Fußball nicht interessiert und solche Fan-Locations meiden –  die die Autorin übrigens eh nicht mag, gerade weil es oft zum Fremdschämen kommt, wegen peinlicher Kommentare der MitzuschauerInnen. Kurzum: Wiebke Porombkas Buch ist ein echtes Muss für jeden „Frauen“ Bücheschrank, wenn „sie“ sich wirklich für Fußball interessiert, und das funktioniert auch, wenn „sie“ nicht jeden Fachbegriff versteht. Denn es geht hier nicht nur um Fußball, sondern um das Ausleben einer Überzeugung, in diesem Fall in grün-weiß! Ich jedenfalls fühle mich sehr gut aufgehoben mit diesem Buch, habs mit viel Gelächter und Schmunzeln gelesen und finde es, was die Schnittmenge Fan anbetrifft, auch für Männer sehr geeignet. „Der zwölfte Mann ist eine Frau“  ist im Berlin-Verlag erschienen, ist ein Paperback, dass sich in null komma nix liest und nur 14.99 Euro kostet!

Wer wird Tor des Monats April?

Should I stay or should I go?

Was sich The Clash schon Anno ’81 fragte, treibt derzeit auch zwei Herren des internationalen Fußballgeschäfts um. Das nächtliche Sich-im-Bett-wälzen qualifiziert sowohl Uli Honeß, immer noch Präsident des FC Bayern, als auch José Mourinho, Noch-Trainer von Real Madrid, zum Tor des Monats.

Kandidat Nr. 1: Uli Hoeneß. Per Selbstanzeige will er seine Steuerschuld sühnen. Dennoch ergeht Haftbefehl. Doch nicht alles richtig gemacht? Die Medien schlachten ihn, der sich jahrelang in seinem Saubermann-Image sonnte.

Kandidat Nr. 2: José Mourinho. Erst verliert er mit einer „ist-mir-doch-egal-Miene“ am Spielfeldrand das Duell gegen Dortmund. Dann lässt er nichts unversucht, sich selbst auf den Trainerposten von Chelsea zu katapultieren – mit unwürdigen verbalen Tritten gegen seine Spieler Iker Casillas und Pepe, für die er eigentlich „rot“ sehen müsste.

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Uli Hoeneß in den Wechseljahren

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„Sie glauben gar nicht, was ich alles spüre. Es ist eine Situation, die kaum auszuhalten ist. Ich schlafe sehr schlecht, ich schwitze sehr viel in der Nacht, was ich eigentlich gar nicht kenne. Ich wälze mich und wälze mich. Und dann wälze ich mich nochmal. Und denke nach, denke nach und verzweifle. Ich bin morgens auch manchmal schon eine Stunde nach dem Aufstehen völlig fertig.“

Zitat Uli Hoeneß in der Zeit. Wusste gar nicht, dass Männer auch in die Wechseljahre kommen.

Eigentor! Und dann das 3 : 0 durch Müller!

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Piquét trifft – ins eigene Tor. So ein Missgeschick, er war bislang der Beste von Barcelona. Und jetzt fällt das 3 : 0 durch Müller. Was ein Spiel!

Robben trifft!

Das ist das Finale! 1:0 für Bayern gegen Barcelona. Ein Supertor von Robben nach Vorlage von Alaba!